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Drohnen-Versicherung

Unfälle lassen sich nicht immer vermeiden. Dass plötzlich der Strom ausfällt, ist nicht so wahrscheinlich. Schäden an den Propellern schon eher. Das passiert sogar TV-Profis.

Ein Team des NDR, das auf Ellesmere Island im arktischen Kanada einen Tierfilm über Polarwölfe drehte, setzte eine Drohne ein und filmte deren Einsatz vom Boden aus. So dokumentierten sie, wie selbst von dem professionellen Gerät sich ein Rotorblatt löste und die Drohne unmittelbar zum Absturz brachte. Sie krachte aus vielleicht 30m Höhe auf den Boden. Die Drohne war hinüber, zu Schaden kam in dem unbewohnten Gebiet niemand.

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Bei uns im dicht bewohnten Deutschland könnte ein Absturz fatale Folgen haben. Autos, Glasflächen oder sogar Menschen könnten getroffen werden.

Der Halter von Drohnen haftet für alle Gefahren, die von ihnen ausgehen können. Man spricht hier von Gefährdungshaftung. Der Gesetzgeber verlangt entsprechend eine Versicherung jeder möglichen Gefährdung durch das Fluggerät. Versichert müssen daher selbst verschuldete wie auch unverschuldete Schäden sein, etwa wenn der Halter die Benutzung der Drohne nicht genehmigt hatte, also z. B. nach einem Diebstahl, oder wenn Akkus der Drohne anfangen zu brennen.

§ 33 LuftVG: Haftung des Halters

https://www.gesetze-im-internet.de/luftvg/__33.html

§ 43 LuftVG, Satz 2: Der Halter eines Luftfahrzeugs ist verpflichtet, eine geeignete Haftpflichtversicherung abzuschließen.
§ 102 LuftVZO, Satz 1: https://www.gesetze-im-internet.de/luftvzo/__102.html

Der Haftpflichtversicherungsvertrag muss die sich für den Halter ergebende Haftung decken.
§ 43 LuftVG, Satz 3: Es gelten die Bestimmungen für Pflichtversicherungen nach Versicherungsvertragsgesetz (VVG)
§ 106 LuftVZO, Satz 2: Eine geeignete Versicherungsbestätigung muss mitgeführt werden
§ 106 LuftVZO, Satz 1: Zu den Anforderungen an die Eignung als Versicherungsbestätigung
§ 108 LuftVZO, Abs.1, Nummer 5e: Wer keine geeignete Versicherungsbestätigung mitführt, handelt ordnungswidrig.

Eine bestehende private Haftpflichtversicherung würde ausreichen, wenn die Versicherung eine Bestätigung nach § 106 LuftVZO ausstellt. Selbst dann muss man aber mit der Einschränkung leben, dass eben nur die eigene Drohne versichert ist und die im Zweifelsfalle nur in Deutschland. Benutzt man eine geliehene Drohne, besteht kein Versicherungsschutz.

Die speziellen Drohnen-Versicherungen schliessen viele Risiken ausdrücklich ein.

Ich habe die Versicherungen und ihre Bedingungen verglichen und stelle die interessantesten hier vor.

Insgesamt bietet Haftpflicht-Helden die höchste Deckumgssumme bei gleichzeitig den geringsten Einschränkungen. Als versicherte Personen gelten immer die im Haushalt lebenden Familienangehörigen und die Versicherung gilt weltweit. Haftpflicht-Helden ist auch die einzige Versicherung, die ausdrücklich geringe Umsätze bei Youtube erlaubt, obwohl die Versicherung wie die anderen auch eine reine private Haftpflicht-Versicherung ist.

Die besten Drohnenversicherungen:

Reine Drohnen-Haftpflicht ohne allgemeine Privathaftpflicht-Versicherung:

Haftpflicht-Helden für 39,- Euro

Drohnen-Haftpflicht im Rahmen der allgemeinen Privathaftpflicht-Versicherung:

Wenn der Versicherungsnehmer (VN) eine einzelne Person ist:

getsafe für 38,28 Euro (mit 150 Euro Selbstbeteiligung)

getsafe für 51,36 Euro (ohne Selbstbeteiligung)

Es sollte allerdings bedacht werden, dass das Fliegen bei Wettbewerben ausgeschlossen ist. *

https://start.hellogetsafe.com/de-de/flows/liability

Wenn ausser dem Versicherungsnehmer ein Partner oder Familienangehörige versichert werden sollen:

Haftpflicht-Helden für 72,- Euro*

Die getsafe Versicherung ist modular aufgebaut. Dort käme die Familien-Versicherung auf 68,40 Euro, hätte aber den Nachteil der niedrigeren Deckungssumme und des Verbots der Beteiligung an Wettbewerben.

Für gewerbliche Piloten bietet R+V eine Drohnen-Haftpflichtversicherung mit einer Deckung von 1,5 Mio Euro zum Preis von 100,- Euro plus Versicherungssteuer an, die aber nicht in USA und Kanada gilt. Eine höhere Deckung bis 5 Mio Euro ist gegen einen höheren Beitrag möglich. Versichert ist immer nur ein Kopter.

Alle diese Versicherungen versichern die geforderte Verschuldungs- und Gefährdungshaftung und können die Bescheinigung nach § 106 LuftVZO ausstellen.

Nicht versichert sind Schäden, die durch erhebliche Vertstösse gegen Luftfahrtbestimmungen (Fliegen in Sperrzonen, u.a.) entstehen.

Nicht versichert ist auch der Schaden an der eigenen Drohne. Hier hilft nur eine zusätzliche Kasko-Versicherung. Die sind allerdings so teuer, dass sie sich normaler Weise einfach nicht lohnen. Ich habe sie daher nicht weiter geprüft. Wer sich dafür interessiert, findet günstige Anbieter hier

https://versichertedrohne.de/private-drohnen-kasko-versicherung.htm

https://versichertedrohne.de/gewerbliche-drohnen-kasko-versicherung.htm

Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Es gelten die jeweils aktuellen Tarife der Versicherungen.

Das solltest du als Pilot über den Einsatz von Drohnen wissen: Drohnen und Recht

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