Aktuelles

Reisen in Zeiten von Corona

Radtouren am Strand der Elbe

Update 01.12.2020

Ein paar Tage lang sah alles ganz gut aus, als nämlich die Firmen Biontech und kurz darauf Curevac einen fertigen Impfstoff ankündigten. Otimistische Überlegungen machten die Runde, wir alle sahen die Skiferien gerettet, und nächstes Jahr wäre alles vorbei.

Die Freude war kurz. Die Impfung muss 2x verabreicht werden und wird eine andauernde logistische Herausforderung, mögliche Langzeit-Nebenwirkungen mindern die Impfwilligkeit der Hälfte aller Menschen, die Wirkungsdauer ist völlig offen, und noch ist kein Impfstoff zugelassen. Die ersehnte Herden-Immunität ist in weite Ferne gerückt. Stattdessen dürfen sich nur noch 5 Personen aus 2 Haushalten treffen, Maskenpflicht jetzt auch vor den Geschäften, Restaurants geschlossen, Reiseverbot wie gehabt.

Dafür soll Weihnachten alles anders werden. 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten plus beliebig viele Kinder bis 14 Jahren dürfen soviel feiern, wie sie wollen – für ein paar Tage jedenfalls. Und Silvester zum Abschluss einen drauf machen. Das Gehirn ist an der Garderobe abzugeben.

Im Januar werden wir für die kurze Freiheit bezahlen müssen. Diejenigen von uns, die das Fest der Liebe und der Freude in engen Privaträumen ohne Ansteckung überleben, werden im neuen Jahr mit neuen Maßegelungen begrüsst werden, und der staatlich verordnete Unfug der letzten Tage wird durch gegenläufigen ersetzt werden. Ein Jahr weitgehend sinnloser Entbehrungen kommt auf uns zu, keine Reisen, keine Besuche von Freunden, kein Sport, dafür Pizza zum Mitnehmen und die Aufforderung: „Bleiben Sie zuhause“. „Corona-Pandemie“ ist das Wort des Jahres, nicht „Lebensfreude“.

Wann wird der Gesetzgeber aktiv, der dem Regelungswahn der Regierungschefs ein Ende machen könnte? Es sieht so aus, als bliebe uns nur, wieder auf die letztinstanzlichen Gerichte zu hoffen.

Update 04.11.2020

Derzeit erleben wir eine Infektionswelle, die wir zu Anfang der Covid-Epidemie kaum für möglich gehalten hätten. Keine Frage, da müssen drastische Massnahmen her. Und da das Virus eben nur dann übertragen werden kann, wenn man sich nahe kommt, sind logischer Weise Kontaktbeschränkungen das Gebot der Stunde. Also Abstand halten. 10 Personen aus zwei Haushalten sind erlaubt. Das macht Sinn, und weil das Sinn macht sollte sich jeder, wirklich jeder einzelne, daran halten.

Aber was ist mit Reisen, und was mit den Restaurants? Wenn das alles am 30. November vorbei wäre, würde ja keiner etwas sagen. Aber selbst die Bundeskanzlerin hat in einem ihrer wiederkehrenden Appelle angekündigt, dass dann nicht alles wie vor COVID Sein wird. Was also wird dann sein? Werden danach wieder alle 14 Tage neue Regeln erfunden? Jeder Ministerpräsident darf für sich ein bischen mehr verordnen? Wird es weiterhin alle paar Stunden neue Reisewarnungen geben? Und wann ist Schluss?

Schluss ist, wenn das Virus keine Gefahr mehr darstellt. „Einen wirksamen und sicheren Impfstoff gegen ein neues Virus herzustellen, dauert normalerweise viele Jahre, manchmal gar Jahrzehnte“ schreibt das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung auf seiner Webseite. Neue Methoden wecken die Hoffnung, dass es schneller gehen könnte. Aber auch die neuen Methoden sind nicht erprobt. Einen solchen „Super-Impfstoff“, da sind sich die Virologen einig, wird es so schnell nicht geben. Vielmehr könnten mehrere „Notimpfstoffe“ zugelassen werden, die unterschiedlich gut funktionieren. Das heisst, dass fraglich ist, ob sie lebenslange Immunität gewähren oder mehrfach verabreicht werden müssen, ob die Nebenwirkungen vertretbar sind und welche Wechselwirkungen es mit anderen Medikamenten gibt.

Nicht nur die Gerichte, auch die Politiker werden dazu übergehen müssen, genauer hin zu sehen und nur das einzuschränken, was wirklich Sinn macht. Karl Lauterbach, der nach immer schärferen und allgemeineren Einschränkungen ruft, trägt da wenig Hilfreiches bei. Der Hamburger Virologe und Hochschullehrer Jonas Schmidt-Chanasit mahnt bei den Einschränkungen Augenmass an. Wichtiger als eine Daueraufgeregtheit und ständig neue Regelungen ist für ihn die anhaltende Akzeptanz der Massnahmen. „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben“, sagte er Anfang Juli in einem Interview mit der „Frühstart“-Redaktion von RTL/ntv.

Update 09.10.2020

Einige Monate sah es ganz gut aus. Wir konnten immerhin in mehrere Länder reisen, ohne bei der Rückkehr in Quarantäne geschickt zu werden. Jetzt ist wieder alles anders. Weltweit steigen die Infektionszahlen rasant, nicht nur Fernreisen fallen flach, auch in Europa kriselt es gewaltig. Deutschland ist umgeben von Risikogebieten. Und selbst im Inland wird es langsam ungemütlich. Es gibt nicht nur Hotspots, es gibt ganze Städte und Regionen, in denen man sich nicht mehr unbeschwert aufhalten kann. Nach München plant auch Hamburg eine Maskenpflicht für stark besuchte Plätze. Reisende aus Risikogebieten dürfen auswärts nicht mehr übernachten. Noch ist es etwas unübersichtlich, was in den einzelnen Bundesländern genau erlaubt ist. Teilweise ist von einem Beherbungsverbot in Hotels und Gaststätten die Rede, anderswo sind auch Campingplätze und Wohnmobilstellplätze betroffen. In Mecklenburg-Vorpommern sind sogar Tagesgäste aus Risikogebieten nicht mehr erwünscht.

In ein paar Tagen sehen wir hoffentlich klarer. Eins wissen wir jetzt schon: Das Reisen wird enorm eingeschränkt. Hiess es noch vor wenigen Tagen: Machen Sie Urlaub in Deutschland! So heisst es heute: Bleiben Sie besser zuhause.

Sinnlos, jetzt irgendwelche Empfehlungen auszusprechen. Wir haben die App des Aussenministeriums installiert und einige Länder als mögliche Reiseziele eingetragen. Das Ding gibt alle paar Stunden Alarm, dass sich wieder irgendwo etwas geändert hat. Aber jede Info hilft. Rechts auf dieser Seite findest du einige Links, mit denen du die aktuellen Regelungen aufrufen kannst.

Für den Augenblick müssen wir uns ständig informieren, wo was möglich ist. Auf längere Sicht werden wir – und vor allem die Politik – eine Lösung finden müssen, mit der wir vernünftig leben können. Die Pandemie ist auf gut Deutsch eine weltweite Seuche, und die wird nicht in ein paar Monaten vorbei sein. Die grösste Seuche der Menschheit – ich will den Namen nicht nennen – hat uns 700 Jahre beschäftigt und beschäftigt uns noch, obwohl es längst eine Impfung gibt.

Im Hinblick darauf ist die Lösung keinesfalls in der grösstmöglichen Einschränkung zu finden, sondern im Schutz der Schwachen, in Eigenverantwortlichkeit, einer sehr guten medizinischen Versorgung und im Übrigen in einer demokratisch belastbaren Regelung, die die Freizügigkeit nicht unnötig einschränkt.

Update 06.07.2020

Wir können wieder reisen! Eine erste kleinere Tour entlang der Nordseeküste haben wir schon gemacht und sehr genossen. Allerdings ist es kaum möglich, einen Platz direkt an der Küste zu finden. Überall, wo Wasser ist, ist es überfüllt und überteuert. Für die Niederlande gilt das gleiche. Auch die Holländer fahren derzeit nicht gerne ins Ausland.

Europas Grenzen sind weitgehend offen, wenn auch teilweise mit Einschränkungen und mit der bestehenden Drohung, dass sie jederzeit wieder geschlossen werden können. Tatsächlich haben einige Balkanstaaten derzeit steigende Infektionszahlen, das österreichische Aussenministerium hat eine Reisewarnung ausgegben. Man tut also gut daran, mit plötzlichen Grenzschliessungen oder Quarantäne zu rechnen.

Das alles hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Reiseplanungen. Griechenland, so schön es wäre, ist einfach ein paar Grenzen zu weit entfernt. Wir haben diesen Plan aber noch nicht aufgegeben und wollen Ende August weiter sehen. Dann, so hoffen wir, dürfte sich alles etwas entspannt haben.

Bis dahin werden wir uns im Binnenland umsehen.

Update 02.06.2020

Es gibt sie wieder, die Grenzen, und sie erweisen sich als widerstandsfähiger als ursprünglich angenommen. Einige europäische Länder fürchten die Ansteckung vor allem durch deutsche, französische, schwedische und englische Touristen. Es mehren sich aber auch die Stimmen, die eine europaweite Öffnung noch vor dem Sommer verlangen. Aussenminister Maas verhandelt. Er selbst muss nun allerdings die eigenen Reisewarnungen kassieren, die vor allem in Bezug auf uns Mobilisten keinen Sinn machen. Die Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland – ob nun zwei Wochen oder eine – muss vollständig aufgehoben werden. Die Freizügigkeit muss ohne Wenn und Aber wieder hergestellt werden.

Deutschland fürchtet die zweite Ansteckungs-Welle, die aber nach neuesten Einschätzungen führender Virologen wohl nicht kommt. Mit dem Reisen hat sie schon gar nichts zu tun, ist doch die Reproduktionsrate im Ausland eher noch niedriger als bei uns.

Update 26.05.2020

Nur noch wenige Tage, dann soll das Reisen und Übernachten überall in Deutschland wieder möglich sein. Mit dem europäischen Ausland sieht es indessen noch nicht so gut aus. Die Europäische Kommission hat den Mitgliedsstaaten eine Verlängerung des Einreiseverbots bis Mitte Juni 2020 empfohlen.

Die Planung der Staaten,den europäischen Tourismus wieder zuzulassen, weicht teilweise davon ab:

Österreich29. Mai
Türkei2. Juni
Italien3. Juni
Griechenland15. Juni
Niederlande15. Juni
FrankreichEnde Juni
SpanienAnfang Juli

Vielfach zögern einzelne Staaten, weil das Ansteckungsrisiko bei uns in Deutschland höher ist als dort, so etwa in Kroatien oder in Slowenien. Andere wollen eine Gesundheitsprüfung bei Einreise, so etwa Portugal. Die Entwicklung der Infektionen hierzulande spielt also eine wichtige Rolle.

Eine Übersicht über die Entwicklung der Infektionen und der Reproduktionsrate gibt die laufend aktualisierte Dokumentation des Europäisches Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Auf dieser Karte (© European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) 2020) können Sie sich selbst ein Bild von der Situation in Deutschland und den Nachbarländern machen. Klicken Sie über der Karte die EU-Region an, stellen Sie „Attack Rate“ ein und wählen Sie unter Period die letzten 7 Tage.

Es wird schnell deutlich, dass die meisten europäischen Länder nur noch einstellige Reproduktionsraten haben, meist mit Tagesraten unter 1. Grundsätzlich sind die Aussichten, dass die Reisebeschränkungen zwischen vielen EU-Ländern am 15.Juni fallen, also recht gut. Und auch das Auswärtige Amt hat eine Überprüfung der Reisewarnungen zu diesem Zeitpunkt angekündigt. Damit sollte dann auch die Rückkehr nach Deutschland ohne Quarantäne-Auflagen möglich sein. Allerdings: Die Entscheidung über die nationalen Reiseerleichterungen ist eben Sache der einzelnen Staaten (oder sogar der Länder) und kann aus aktuellem Anlass auch rückgängig gemacht werden.

Wie man es dreht und wendet – eine Reise über mehrere Grenzen sollte man zunächst noch vermeiden, sofern man nicht auf anderem Wege (etwa mit der Fähre) zurück kommen kann.

Insofern wird dem Urlaub in Deutschland und seinen unmittelbaren Nachbarländern wohl der Vorzug zu geben sein. Wer weiter weg will, sollte die Infektionszahlen genau beobachten oder die Platin Kreditkarte in der Tasche haben. Beruhigend dürfte die Erfahrung wirken, dass Viren vorzugsweise in der kalten Jahreszeit aktiv werden. Man kennt das von Grippe-Epidemien: Vor Oktober oder November geht das nicht los. Eine zweite Welle ist also im Sommer nicht wahrscheinlich. Aber auch hier gibt es natürlich keine Garantie.

Update 11.05.2020

Reisen und Übernachten im Wohnmobil soll nach heutigem Stand in den einzelnen Bundesländern ab dem folgenden Datum wieder möglich sein:

Niedersachsen11.05.20
Nordrhein-Westfalen11.05.20
Brandenburg15.05.20
Hessen15.05.20
Sachsen15.05.20
Thüringen15.05.20
Schleswig-Holstein18.05.20
Hamburg18.05.20
Bremen18.05.20
Rheinland-Pfalz18.05.20
Baden-Würtemberg18.05.20
Berlin25.05.20
Mecklenburg-Vorpommern25.05.20
Bayern30.05.20

Die genauen Bedingungen stehen noch nicht in jedem Land fest. Häufig wird verlangt, dass Wohnmobile über eigene Sanitäreinrichtungen verfügen. Aus dem Saarland und aus Sachsen-Anhalt gibt es derzeit noch keine Informationen.

Update 05.05.2020

Die Einschränkung der Rechte und Möglichkeiten ist in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion gerückt. „Lockerungen“ werden angedacht, das Ausland tut es schon. Erste Bundesländer preschen vor, sogar mit der Aufhebung von Abstandsbeschränkungen. Das allerdings scheint uns nach allem, was man weiss, am wenigsten sinnvoll. Ist doch die Abstandsregel die Grundlage der bislang positiven Entwicklung.

Besser ist es schon, dass Restaurants wieder öffnen dürfen. Mecklenburg-Vorpommern plant, noch vor Pfingsten auch auswärtige Besucher wieder an die Ostsee zu lassen. Niedersachsen will alle Reisebeschränkungen aufheben. In Schleswig-Holstein ist alles bewährt kompliziert: Dauercamper mit eigenen Sanitäranlagen ja, Wohnmobile nein. Aber auch hier ist Bewegung spürbar. Die Grenze zu Dänemark könnte schon nächste Woche geöffnet werden.

Die Tragödie soll zurückgerollt werden. Das Hamburger Abendblatt schreibt: „Erst langsam dämmert den Menschen, dass die Folgen des Virus dramatischer sind als das Virus selbst“.

Update 30.04.2020

Das Schiff „Tourismus“ ist in stürmischen Zeiten und von überreagierenden Offizieren beinahe versenkt worden. Auf einmal ist Land in Sicht. Überraschend kündigt Schleswig-Holstein bereits ab Montag, den 4. Mai, erste Lockerungen an. Die Rede ist von der Zulassung von Zweitwohnungsinhabern und Dauercampern, während Tagestouristen noch längere Zeit warten müssen. Wir Mobilisten sind bisher nirgendswo ausdrücklich erwähnt, haben aber wohl gute Chancen. Es geht bei der Öffnung von Campingplätzen vor allem um die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen, während Restaurants noch geschlossen haben, und auch um die Benutzung eigener Sanitäreinrichtungen. Auf der heutigen Konferenz der MPs mit der Bundeskanzlerin soll ein einheitliches Vorgehen der Länder angestrebt werden. Wir dürfen wieder hoffen!

Reisen 2020 – wars’s das?

Weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, Europas Grenzen sind dicht. Die Corona-Krisengebiete gibt es nicht mehr, das Krisengebiet umfasst inzwischen die ganze Welt. In einigen Ländern gilt immer noch allgemeiner Hausarrest. Selbst innerhalb Deutschlands gibt es drastische Beschränkungen. Schwere Zeiten für uns Reisende. Die Freizügigkeit in Europa ist einer unserer grundsätzlichen Werte.

Wir wollten im März ein paar Tage mit dem Wohnmobil an die Ostsee. Keine grosse Sache, die erste Tour in diesem Jahr nach Silvester. Wir hatten uns mit Freunden aus dem Rheinland verabredet, Treffen auf einem kommunalen Stellplatz am Bodden in Wustrow. Von dort wollten wir nach Rügen und vielleicht weiter Richtung Peenemünde.

Erst musste Rügen gekippt werden. Die Inseln befürchteten einen Ausbruch der Krankheit bei Touristen, dem sie mit ihrer geringen Zahl an Intensivbetten nicht gewachsen wären. Das war nachvollziehbar. Dann hiess es: Auch an der Küste am Festland geht nichts mehr. Hotels, Pensionen und Campingplätze dürfen keine Übernachtungsgäste mehr aufnehmen. Und schliesslich hiess es: Alle ankommenden Touristen werden abgewiesen. Wer schon da ist muss bis Donnerstag (19. März) Abend das Land verlassen. Damals hoffte man noch, so die Pandemie eindämmen zu können.

Unsere Reisepläne waren futsch. Aufgeschoben ist aufgehoben, denn für später gibt es andere Termine und neue Hindernisse. Auch müssen wir Rücksicht auf Kollegen nehmen, die mit ihren Kindern auf die Sommerferien angewiesen sind und die daher Vorrang beim Urlaub haben.

Die Einschränkungen, die uns regional auferlegt werden, haben mancherorts bizarre Formen angenommen. Da sperrt ein Polizeiauto bei Wedel in Schleswig-Holstein die Strasse und hält alle an, die aus Richtung Hamburg kommen. „Sie dürfen hier nicht einreisen!“ Eine harte Grenze innerhalb Deutschlands? Das darf doch nicht wahr sein! Grade wir Mobilisten haben die geringsten Probleme, Abstandsregeln einzuhalten. Für uns, die wir weitgehend autark fahren und stehen können, die wir mit Lebensmitteln, Wasser und eigenen Sanitäreinrichtungen versorgt sind, sind diese Sperren unbegründet und daher nicht verständlich.

Inzwischen wird subtiler vorgegangen: Den Betreibern von Camping- und Stellplätzen ist es fast überall bei Stafe bis 4.000 Euro verboten, Übernachtungsgäste zuzulassen.

Die Erkrankungswelle in Deutschland wird seit dem Rückgang der Neu-Infektionen als beherrschbar angesehen, Geschäfte dürfen wieder verkaufen, und die Öffnung der Schulen und Kitas wird vorbereitet. Es ist an der Zeit, auch die Reisebeschränkungen aufzuheben.

Die Pandemie ist längst überall angekommen. Reisebeschränkungen sind daher sinnlos und inakzeptabel. Leider hat sich unsere Regierung für den unserer Ansicht nach falschen Weg entschieden: Der Virus soll auf breiter Front gestoppt werden, statt die Risikogruppen zu schützen. Man hofft und wartet auf die Impfung, die allerdings in diesem Jahr nicht mehr verfügbar sein wird. Dabei ist die vielzitierte Herdenimmunität auf freiheitlichem und vernünftigem Weg erreichbar. Schweden macht uns vor, wie das geht.

Gastronomie- und Hotelgewerbe machen derzeit enormen Druck und haben die Hoffnung, rechtzeitig zu den Pfingstferien wieder öffnen zu können. Einzelne Länder haben Stufenpläne angekündigt, mit denen sie den Tourismus wieder anfahren wollen. Was das genau heisst, ist noch nicht klar. Wir Mobilisten haben leider keine Lobby, die uns vertreten könnte. Es ist daher zu befürchten, dass wir in diesem Stufenplan nicht oder ganz zuletzt vorkommen. Derzeit sieht es fast so aus, dass eine Reise mit dem Wohnmobil nach Holland oder Skandinavien eher wieder möglich sein wird als nach Schleswig-Holstein oder Bayern.

Im Moment versuchen wir, unsere Reisepläne möglichst flexibel zu halten. Ein Kurztrip in die Berge von Mallorca Anfang Mai wird wohl ersatzlos ausfallen. Auf alles Andere hoffen wir noch, wenn auch mit Modifikationen. Eine Griechenland-Balkan-Reise im Juni/Juli mit dem Wohnmobil ist so nicht mehr machbar, zu viele Grenzen und nationale Regelungen versperren den Weg dahin. Wird es dann vielleicht nach Schweden gehen? Griechenland könnte eventuell im Herbst stattfinden. Allerdings wird die für Herbst geplante Reise nach Schottland dann entfallen. Es wäre die vielleich letzte Möglichkeit gewesen, zollfrei auf die Insel zu kommen. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass alles nicht geht. Bleibt zu hoffen, dass zwischenzeitlich kleinere Touren wieder möglich werden.

Stand 23. April 2020. Diese Seite wird bei neuen Entwicklungen aktualisiert.

Hier gibt es die wichtisgsten Informationen aus erster Hand:

Stellplätze und Campingplätze direkt an der Ostsee:

Die Ostseeküste

Steilküste bei Steinbeck in Mecklenburg-Vorpommern

Bereit für die Fahrt?

Hier geht’s zur Packliste fürs Wohnmobil

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

  1. Willy Berchmann sagt:

    Habe auch durch Covid19 die Erkenntnis erlangt, das es auch in unmittelbarer Nähe vieles gibt, was ich bisher weder gesehen noch wahrgenommen habe! Jetzt führt mich Nahes eher in die Tiefe als in die Breite. Auch ein Weg, den ich in Nordkirchen im westfälischen Münsterland gehe.
    Mir gefällt die Art und Informatiosfülle hier sehr gut, „Danke!“

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