Kurztrips

Lanzarote

1000 km südlich vom spanischen Festland und 140 km westlich von Marokko im Atlantik liegt die nördlichste der bewohnten kanarischen Inseln. Es ist die wasserärmste von allen mit einer überlebensstarken Natur.

Lanzarote unterscheidet sich von den anderen kanarischen Inseln vor allem durch den einzigartigen Timanfaya Nationalpark und seine künstlerisch gestaltete Architektur.

Der optische Eindruck des Nationalparks lässt sich am besten als eine vulkanische Mondlandschaft beschreiben: Schwarzes, rotes und ockerfarbenes Vulkangestein und Lavafelder dominieren die Farbgebung mit teilweise sanft ansteigenden vulkanischen Bergen und teilweise bizarren Formationen. An der einen oder anderen Stelle steigt Rauch auf, Vegetation fehlt fast völlig, Wasser ebenso, wild lebende Tiere sieht man keine.

Das Ganze würde wie tot wirken, wären da nicht vereinzelte weisse Gehöfte und Bauern, die mit ihren Familien in „Hoyos“, in runden, drei Meter tiefen mit Steinmauern geschützten Kratern im Lavaboden, einzelne Rebstöcke anpflanzen. Diese Anbauart sammelt Feuchtigkeit in der Nacht und Wärme am Tag. Ganze Weinberge entstehen so, und der trockene Lanzarote-Weisswein gilt als hocharomatisch.

Es war wohl vor allem die weltweit einmalige Verbindung von Natur und künstlerischem Schaffen, die die UNESCO 1993 veranlasste, die Insel in ihrer Geamtheit zum Biosphären-reservat zu erklären, einschliesslich aller bewohnter Regionen.

Inselarchitekt Cesar Manrique

Der Architekt Cesar Manrique, ein gebürtiger Insulaner, hat daran beträchtlichen Anteil. Er erreichte bereits 1968 dank seiner in die Natur integrierten Architektur und überzeugender künstlerischer Leistung bei der Inselverwaltung, dass kein Gebäude höher als drei Stockwerke gebaut werden durfte, der Wuchshöhe einer hausgewachsenen Palme entsprechend. So gelang es, den Auswüchsen des Massentourismus mit hochschiessenden Bettenburgen vorzubeugen.

Restaurant-Cafe im Casa Museo del Campesino auf Lanzarote.

Gleichzeitig überzeugte er die Verantwortlichen, einen weissen Anstrich der Wohngebäude zu verlangen. So konnten die Farben auf Weiss-Schwarz-Grün reduziert werden: Weiss die Gebäude, schwarz die Erde, grün die Pflanzen.

Diese Farbgebung ist noch heute typisch, wenngleich sie nicht mehr ganz so strikt durchge-halten wird. Auch wurden in den Touristenhochburgen inzwischen doch höhere Gebäude genehmigt.

Mildes Klima, kaum Niederschlag

Lanzarote ist mit 112 mm Niederschlag pro Jahr die wasserärmste der kanarischen Inseln. Mit dem Tourismus stieg der Wasserbedarf enorm an, so dass Trinkwasser teilweise mit Tankschiffen von den Nachbarinseln geholt werden musste. Süsswasser wird inzwischen mit Meerwasserentsalzungsanlagen erzeugt, die aber aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs ökologische Probleme mit sich bringen. Windkraft und Solaranlagen können den Bedarf nur teilweise decken. Es muss daher weiterhin Rohöl importiert werden.

Klimatisch liegt Lanzarote in der Passatzone, so dass ganzjährig frische Winde aus nördlichen Richtungen wehen. Es herrscht das ganze Jahr über ein mildes, niederschlagsarmes Klima, die Temperatur bleibt auch in den Sommermonaten unter 30° C. In den Wintermonaten fällt die Temperatur kaum unter 13° C. Dennoch ist es ratsam, einen Pullover einzupacken, zumal Heizungen auf der Insel unüblich sind.

Wir haben einen Reiseführer anhand von Fotos zusammengestellt, die wir an den interessantesten Orten der Insel aufgenommen haben. Es sind die Fotomotive, die wirklich eine Reise wert sind. Alle Einzelheiten dazu findest du den Bildbeschreibungen.

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