Reiseberichte

Patagonien

Roadtrip von Punta Arenas an der Magellanstrasse nach Santiago de Chile.

Punta Arenas

Zieh dich warm an! An der Magellanstrasse im äussersten Süden Chiles passiert jedenfalls eins nicht: Dir wird nicht zu warm. Im Dezember und Januar, dem südamerikanischen Sommer, steigt das Thermometer auf höchstens14° C, die mittlere Tagestemperatur liegt bei 6° C. Die Nähe zum ewigen Eis der Antarktis macht sich bemerkbar. Punta Arenas ist mit 125.932 Einwohnern die südlichste Grossstadt der Erde.

Magellan Pinguin an der Seno Otway Meerenge

Wenn du dich für den „Platz der Waffen“ nicht erwärmen kannst, auf dem das Denkmal für Ferdinand Magellan mit zwei geschlagenen Indianern präsidiert, machst du einen Spaziergang zum Aussichtspunkt Cerro de la Cruz, von dem man die Stadt und die Magellanstrasse überblicken kann. Und danach besuchst du vielleicht das Nao Victoria Museo am Hafen mit den Nachbauten historischer Segelschiffe. Eine gute Idee ist auch ein Ausflug mit dem Schiff zu den Magellanpinguinen im Naturpark auf der Insel Magdalena.

Nach Feuerland fährt täglich ausser Montags eine Fähre zum gegenüber liegenden Ort Porvenir. Die Fähre benötigt etwa zweieinhalb Stunden. Alternativ fährt man mit dem Auto etwa 2 Stunden bis zur Fähre von Punta Delgada und setzt dort in nur 20 min auf die Insel über. Hier über die engste Stelle der Magellanstrasse führt der Haupttransportweg vom Festland. Allerdings landet man weitab jeder Zivilisation und Übernachtungsmöglichkeit. Wer nicht mit dem Wohnmobil fährt, sollte vorher buchen.

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UNESCO Biosphärenreservat Torres del Paine

250 km nördlich von Punta Arenas zwischen den Anden und der Steppe von Patagonien in der Provinz Ultima Esperanza liegt der Nationalpark Torres del Paine. Er gilt als der bekannteste Nationalpark Chiles und als eine der schönsten Landschaften der Welt. Die UNESCO hat Torres del Paine 1978 in die Liste der Biosphärenreservate aufgenommen.

Rechtzeitig volltanken in Puerto Natales ist zu empfehlen – die Tankstelle am Nationalpark ist nicht unbedingt zuverlässig. Je nach Reichweite könnte auch ein Reservekanister nicht schaden. Eine sichere Tankstelle gibt es erst wieder in El Calafate. Auch Lebensmittel solltest du mitmehmen, wenn du im Nationalpark wandern willst.

Bekannt sind vor allem die jahrmillionen alten Felsentürme in der Berggruppe der Cordillera del Paine, die Torres. Paine steht in der Sprache der Tehuelche-Indianer, der Ureinwohner Patagoniens, für Himmelsblau. Es sind also die „Türme des blauen Himmels“. Das ist aber nur eins der Highlights! Ebenso bekannt und sehenswert sind auch Los Cuernos, die Hörner.

Berge und Wasser kennzeichnen das Landschaftsbild, Seen, Flüsse, Wasserfälle, Gletscher und Wälder. Nimm dir zwei oder mehr Tage Zeit. Der Park ist riesig, und es gibt hier unendlich viel Blau in allen Tönungen, nicht nur am Himmel. Es gibt aber auch wolkenverhangene Tage.

UNESCO Welterbe Los Glaciares

Der Nationalpark Los Glaciares im argentinischen Teil Patagoniens grenzt direkt an den Nationalpark Torres des Paine an. Der Gletscher-Park bedeckt eine Fläche von 4459 qkm und gehört zum Welterbe der UNESCO. Der Perito Moreno Gletscher ist der bekannteste und wohl auch der am besten zugängliche. Er gehört zu den grössten Touristenattraktionen Argentiniens.

Perito Moreno Gletscher im Nationalpark Los Glaciares

Im Gegensatz zu allen Gletschern, die schmelzen oder sogar verschwinden, zieht sich der Perito Moreno nicht zurück – er wächst und wächst. Es ist der letzte Gletscher dieser Erde, an dem der Klimawandel noch nicht angekommen ist. Derzeit gibt es wenig Hoffnung, dass das so bleibt. Der Gletscher knarrt und ächzt und kalbt in den Lago Argentino. Die Zufahrt ist möglich über die Ruta Provincial 11 der Provinz Santa Cruz, ausgehend von El Calafate in westlicher Richtung.

San Carlos de Bariloche

San Carlos de Bariloche liegt am Nahuel Huapi See im nördlichen Patagonien. Es ist Ausgangspunkt für Exkursionen und Trekkingtoouren durch Argentiniens ältesten Nationalpark, den Nahuel Huapi, der sich über eine Länge von 130 km entlang der argentinisch-chilenischen Grenze erstreckt.

Ein mögliches Nahziel befindet sich am Refugio Frey im Gebirgszug des Cerro Cathedral. Auf dem Weg dahin und an der Berghütte bietet sich ein grossartiger Ausblick auf den Lago Guiterrez, den Lago Frey und die rundum aufragenden Bergspitzen.

Wer in der Hütte übernachten will, sollte reservieren. Camping ist jederzeit möglich.

Was man angesichts der Lage von Bariloche nicht auf den ersten Blick vermuten würde: Der Ort ist ein Verkehrsknotenpunkt. Der Flughafen wird von LATAM angeflogen, Busse verbinden den Nationalpark mit den grossen Städten Argentiniens und Chiles, und es gibt sogar eine Bahn, den Tren Patagonico, der Bariloche mit Viedma an der Atlantikküste verbindet. Die Dampflok mit drei Wagen verkehrt allerdings nur einmal pro Woche in beiden Richtungen – und das auch erst wieder, wenn der Schienenweg eines Tages repariert ist. Bis dahin ist der Verkehr eingeschränkt.

Puente del Inca

Der kleine Ort in den argentinischen Anden wurde weltbekannt durch die Brücke, die nicht von den Inkas stammt. Sie ist vielmehr durch Erosion entstanden. Es ist ein natürlicher Felsbogen, der sich 47m hoch und 28m breit über den Rio de las Cuevas spannt. Eine schwefelhaltige Quelle hat das Gestein rotgelb verfärbt.

Market am Puente del Inca in Argentinien

Ein Markt bietet Einkaufsmöglichkeiten für Andenken aus den Anden.

Puente del Inca kann auch im Rahmen eines Ausflugs zu den Hohen Anden von Mendoza aus erreicht werden.

Santiago de Chile

Von hier gehts zurück nach Deutschland. Bevor du in den Flieger steigst, solltest du eine Stadtrundfahrt durch die Hautpstadt Chiles machen und dir die Nobelviertel Las Condes, Providenzia, den historischen Hügel Santa Lucia und den Präsidentenpalast La Moneda ansehen.

Reisebestimmungen:

  • Reisepass, der mindestens noch 6 Monate gültig ist
  • EU-Führerschein und
  • Internationaler Führerschein
  • Ein Touristenvisum für 90 Tage wird bei der Einreise kostenlos ausgestellt. Es muss bei der Ausreise wieder abgegeben werden.

Aktuelle Reisehinweise:

Auswärtiges Amt: Argentinien

Auswärtiges Amt: Chile

Reisetipps für Selbstfahrer:

Günstige Hotels in Punta Arenas *

Lieber gefahren werden:

oder aussen rum mit dem Schiff:

Once in Lifetime – der Flug von Santiago de Chile zur Osterinsel ist etwa so weit wie von Frankfurt nach Gran Canaria

Die Maoi auf der Osterinsel

Reiseführer:

Bildbände:

Ein Buch mit deinen besten Bildern weckt auch nach Jahren eine lebendige Erinnerung an diese Reise:

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