Kurztrips

Osterinsel

„Keine Nation wird je für die Ehre kämpfen, die Osterinsel erforscht zu haben, zumal es kaum ein anderes Eiland im Meer gibt, welches weniger Erfrischungen bietet und Annehmlichkeiten für die Schifffahrt denn dieses.“

James Cook, Logbücher der Reisen 1768–1779

Tatsächlich, so ganz ist die Osterinsel auch heute noch nicht erforscht. Woher kommen die Rapanui wirklich? Was war der Grund für den Kulturverfall, dem vor 300 Jahren fast auch die Steinskulpturen zum Opfer gefallen wären? Woher die auffällige Fischarmut? Gab es Kannibalismus?

Die Osterinsel liegt auf 27° 7′ S und 109° 21′ W. Wem das nichts sagt: Es ist eine Insel im Südostpazifik, 3.800 km westllich der chilenischen Küste und 2078 Kilometer östlich von Pitcairn, der nächsten bewohnten Insel. Einsamer geht’s nicht mehr. Die Insel gehört geographisch zu Polynesien, politisch aber zu Chile.

Der erste Europäer, der die Osterinsel sah, war ausgerechnet ein Pirat. Edward Davis sichtete die Insel im Jahr 1687 eher zufällig auf dem Weg von den Galapagos Inseln nach Kap Hoorn und glaubte, den sagenhaften Südkontinent gefunden zu haben. Er landete aber nicht.

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Seinen Namen verdankt das Eiland dem Niederländer Jakob Roggeveen, der im Auftrag der Westindischen Handelskompanie am Ostersonntag 1722 mit drei Schiffen dort landete. Mangels anderer Ideen benannte er die Insel nach dem Ankunftstag.

52 Jahre später besuchte James Cook während seiner zweiten Südseeexpedition die Osterinsel. Ihm gefiel nicht, was er sah. Er war es auch, der die Fischarmut der Gewässer dokumentierte.

Soweit man heute weiss, ist die Insel ursprünglich von Polynesien her besiedelt worden. Die Menschen, die dort leben, sind überwiegend Rapanui, die Nachfahren jener indigenen Stämme, die vor über 1000 Jahren mit dem Bau der inzwischen weltbekannten Steinskulpturen, der Moai, begannen.

Die Maoi auf der Osterinsel

Im Jahr 1935 erklärte die chilenische Regierung ein Schutzgebiet auf der Insel zum Nationalmonument. Der heutige Nationalpark Rapa Nui ist 71 qkm gross und gehört seit 1995 zum Welterbe der UNESCO.

Bekannt wurde die Osteinsel vor allem durch den Film „Rapa Nui – Rebellion im Paradies“ mit Kevin Costner und durch eine chilenische Seifenoper, die in der Folgezeit chilenische Touristen auf die Insel lockte.

Die Osterinsel ist touristisch erschlossen. LATAM fliegt in 5 Stunden von Santiago de Chile nach Hanga Roa, dem Hauptort der Insel. Das Klima ist subtropisch warm, dabei unterscheiden sich die Jahreszeiten nur wenig. Die wärmsten Monate sind Januar und Februar, die wenigsten Niederschläge gibt es im November und Februar, die meisten von April bis Juli.

Reisezeit ist also das ganze Jahr. Wer die touristisch schwächer frequentierte Nebensaison nutzen will, reist am besten in den Monaten April bis November.


Einreisebestimmungen:

Es gelten dieselben Einreisebestimmungen wie für Chile.

  • Reisepass, der mindestens noch 6 Monate gültig ist
  • Ein Touristenvisum für 90 Tage wird bei der Einreise kostenlos ausgestellt. Es muss bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Ein chilenisches Visum gilt auch für die Osterinsel.

Hier gibt es ggfs. aktuelle Reisehinweise:

Auswärtiges Amt: Chile

Einen Ausflug auf die Osterinsel wird man kaum von Deutschland aus unternehmen. Wer aber in Südamerika oder Richtung Polynesien unterwegs ist, könnte die Idee aufgreifen.

Reisetipps:

Ein Roadtrip durch Patagonien – hier die Highlights.

Torres del Paine National Park in der chilenischen Antarktika Region

Reiseführer:

Bildbände:

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