Deutschland

Apfelblüte im Alten Land

Ende April und Anfang Mai ist Blütezeit im Alten Land.

Jedes Jahr im Frühling zieht es tausende Besucher in die Elbmarschen vor Hamburg. Ende April blühen im Alten Land die Kirschbäume und wenig später die Apfelbäume. Wer Events liebt, sollte das erste Mai-Wochenende im Kalender reservieren. Reiseziel: Jork an der Elbe.

Ein Meer von Blüten

Unwahrscheinlich, dass jemand die Obstbäume im Alten Land gezählt haben sollte. Rund 10 Millionen Bäume, schätzt das Stader „Blütenbarometer“, wachsen auf 170 Quadratkilometern in den Elbmarschen zwischen Stade und Hamburg-Neuenfelde. Es ist eins der grössten Obstanbaugebiete Europas.

Ende April sind die weissen Kirschblüten die ersten, und wenig später kommen die rosigen Apfelblüten dazu. Wenn die ersten Knospen der Apfelbäume aufgegangen sind und einzelne Bäume auf der Sonnenseite schon kräftig blühen, spricht man von Mittelblüte. Anfang Mai beginnt die Zeit der Vollblüte. Dann fährt man am besten mit dem Fahrrad durchs Alte Land und geniesst die Pracht aus der Nähe.

Zeit der Blüte ist bei Äpfeln aber auch die kritischste Zeit für das Wachstum der Früchte. Bis zu den Eisheiligen gibt es immer noch Nachtfröste, und die können die Ernte komplett vernichten. Apfelbauern schützen die Blüten, indem sie sie in kalten Nächten beregnen. Die vereiste Blüte kühlt weniger ab. Man sieht, wenn man näher an die Apfelplantagen herangeht, immer wieder Beregnungsanlagen zwischen den Stämmen.

Reisezeit

Wie weit die Blüte entwickelt ist, kann man jederzeit auf dem Blütenbarometer abfragen und danach planen.

Die Farbenpracht wird von den Altländern gefeiert: Am ersten Maiwochenende findet jedes Jahr das Altländer Blütenfest statt, auf dem am Sonnabend die Blütenkönigin gewählt wird. Sie repräsentiert dann für ein Jahr das Alte Land, seine Früchte und wirbt für seinen Tourismus.

Mit dem Wohnmobil ins Alte Land

Ideal ist die Kombination von Wohnmobil und Fahrrad. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, die Blütenpracht im Alten Land zu erleben, als mit dem Fahrrad. Auch die Elbdeiche und das Elbevorland bieten wunderschöne Ausblicke.

Es gibt mehrere Stellplätze. Der Festplatz direkt in Jork ist als Stellplatz ausgewiesen. Der dürfte vor allem zur Blütezeit aber stark frequentiert sein, und mit den Parkplätzen für PKWs und Busse direkt nebenan ist er dann auch nicht unbedingt ruhig.

Am Hafen ist ein weiterer Stellplatz, allerdings ein kleiner. Als wir um die Mittagszeit dort waren, war er bereits voll.

Ein dritter Stellplatz ist am Fähranleger in Grünendeich, etwas stromabwärts. Hier hat man den besten Ausblick auf die Elbe, und in Fahrradentfernung zu Jork ist er allemal.

Weiter flussabwärts gibt es immer wieder Stellplätze im Elbvorland, etwa nahe der Elbfähre bei Wischhaven und weiter Richtung Cuxhaven. Diese Plätze sind oft kostenlos oder können gegen eine Spende benutzt werden. Hier sind sie.

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