Kurzreisen und Städtetrips

Irland – grün ist die Insel auf jeden Fall

Regen, Sonne, Wind – wer Irland erleben will, zieht sich richtig an. Dann klappts auch mit dem Wetter.

Dublin

Die Strecke von Flughafen in die Stadt ist angenehm kurz, die Staus in der City dagegen sind umso länger. Wer es irgendwie einrichten kann, sollte seine Unterkunft in Dublin nach dem Parkplatz aussuchen. So lässt man Irland ruhig angehen. Der umgekehrte Weg wäre deutlich stressiger.

Sehenswerte Ziele in Dublin gibt es einige. Ihr seht sofort was los ist, wenn ihr auf eine beliebige Dublin-Seite geht. Wir nennen euch daher nur wenige Highlights:

  • Guinness Storehouse. Guinness ist in Irland allgegenwärtig. Wer die Quelle kennt, kann sich also schon zu den Gewinnern rechnen. Das Guinness Storehouse ist sehr zu Recht fast immer auf Platz 1, wenn die Sehenswürdigkeiten in Dublin aufgezählt werden, und es ist besser als man es erwarten sollte. Einen halben Tag kann man hier gerne einplanen, um zuletzt noch einmal die Aussicht von der überdachten Plattform ganz oben zu geniessen.
  • Book of Kells. Eines der bedeutendsten Bücher der Geschichte ist auf dem Gelände der Universität, des Trinity College, ausgestellt. In einem abgedunkelten Raum, in dem nicht einmal fotografieren erlaubt ist, liegt das Kunstwerk unter Glas, beleuchtet nur von einem schwachen UV-freien Licht. Auch wer alte Bücher kennt – dieses beeindruckt durch seine handwerkliche Kunst, die Jahrhunderte überdauert hat. Im Eintrittspreis enthalten ist der Durchgang durch den Long Room der Old Library. Leute, das ist die grossartigste Bibliothek, die ihr je gesehen habt!
  • National Gallery. Irische und europäische Kunst, Gemälde von Fra Angelico bis Van Gogh, und auch zeitgenössische Künstler gehören zur Sammlung. Der Eintritt ist kostenlos, es gibt sogar einen Lernbereich. Diese Gallerie ist der Stolz Irlands. Und der Kaffee in der Cafeteria ist nicht nur erstklassig und gross, er ist auch noch bezahlbar.
  • Temple Bar. Dublin erleben geht allein schon durch einen Spaziergang entlang dem Liffey Ufer und zurück durch den Temple Bar District. Der gilt als das St. Pauli von Dublin, und da tobt das Leben. Die Pubs oder Bars werden allerdings überschätzt, denn das Preis-Leitungs-Verhältnis hält besseren und stimmungsvolleren Originalen, die etwas am Rande stehen, nicht stand. Also: Durchschlendern, vielleicht einen Kaffee oder ein Bier trinken, und etwas weiter weg dann das Abendessen geniessen.

Und wohin zum Abendessen? Die Auswahl ist gross. Es empfieht sich allerdings, nicht gleich die erste Pizzeria anzusteuern. Die machen zwar satt, aber kulinarisch geht da noch was.

Wir können diese beiden Restaurants empfehlen:

O’Shea’s am Rande der Temple Bar bietet grosse Portionen Fish & Chips und ein gutes Irish Stew zu zivilen Preisen an.

Nördlich des Liffey haben wir im Brannigans in der Cathedral Street hervorragend gegessen. Auch hier gibt’s Fish & Chips und auch Irish Stew, ähnliche Preise und vielleicht sogar noch etwas bessere Qualität.

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Die grüne Insel

Ring of Kerry

Im Südwesten Irlands ist die Küsten-Panoramastrasse Ring of Kerry erfahrenswert, im wahrsten Sinne. LKWs dürfen auf der engen Strasse nur in einer Richtung fahren, im Gegen-Uhrzeigersinn. Die Rundtour ist 180 km lang und führt an eindrucksvollen Küstenabschnitten vorbei und durch hügeliges Binnenland. Es gibt Ausweichstellen und Parkplätze, an denen man für ein Foto halten kann. Etwas Zeit sollte man allerdings mitbringen, das Wetter ist, wie so oft in Irland, wechselhaft. Vom Hafenort Portgagee fahren bei gutem Wetter und ruhiger See Ausflugs-Boote zu einem Tagestrip auf die Felseninsel Skellig Michael.

Gallarus Oratory

Das Gallarus Oratorium ist eine Kapelle, wie die meisten von uns sie noch nie gesehen haben: Stein auf Stein gebaut, einem Boot nachempfunden, grade gross genug, um einer Handvoll Menschen im Innern Platz zu bieten, keinerlei Zeichen von Macht, aber mit Schutz vor jedem Wetter. Ursprünglich war die Kapelle Teil eines Klosters, das im 7. Jahrhundert auf der Dingle-Halbinsel im County Kerry bestand. Es ist laut Wikipedia der am besten erhaltene, in Trockenmauertechnik errichtete bootförmige Kraggewölbebau der Insel. Das im 8. Jahrhundert entstandene Bethaus ist eindeutig an sehr viel ältere Vorbilder angelehnt.

Nationalpark Connemara

Ganz im Westen, wo das Wetter herkommt, liegt der Connemara Nationalpark, der sowohl wegen seiner Flora und Fauna geschützt ist als auch wegen seiner Geologie mit metamorphem Gestein, das aus Sedimenten entstanden ist, die auf eine 500 – 700 Millionen Jahre alte Entwicklung zurückblicken lassen. Wanderwege in drei Schwierigkeitsgraden führen durch den Nationalpark, und auch hier ist man abhängig vom Wetter. Der rote Weg, der um die Berggipfel herum führt, ist geübten Wanderern an windarmen Tagen vorbehalten.

Hügel von Tara

Der Hügel von Tara gehört laut Wikipedia zu den meistverehrten Punkten in Irland. Zahlreiche vorzeitliche und frühgeschichtliche Monumente befinden sich hier. Das älteste Denkmal, der Mound of the Hostages (Hügel der Geiseln), ist vor ca. 5000 Jahren entstanden, der Ort selber ist seit der Steinzeit bewohnt. Der abgebildete Lia Fail war nach der Mythologie der Krönungsstein der irischen Hochkönige. Seine Macht bestand darin, dass der Stein angeblich aufschrie, wenn ein wahrer König sich auf ihn setzte.

Der Hügel ist Nationales Monument von Irland – und durch einen bereits genehmigten Autobahnbau bedroht. Er gilt als eines der 100 meist gefährdeten Kulturdenkmäler weltweit.

Was anziehen?

Ach ja, die Kleidung. Inselklima. Die Herausforderung ist nicht die Kälte, sondern der Wind. Eine Jacke mit Windstopper und Regenschutz hilft da viel. Alles Andere kann der Jahreszeit entsprechend gewählt werden, wobei ein Pullover zum überziehen nicht schaden kann.

Einreisebestimmungen:

  • Personalausweis
  • EU-Führerschein

Eleganter reist es sich allerdings mit dem Reisepass. Die Automaten bei der Grenzkontrolle lesen nur Reisepässe automatisch ein. Wer mit dem Personalausweis unterwegs ist, muss sich einer Handkontrolle unterziehen, und da gibt’s oft Warteschlangen.

Selbstfahrer:

In Irland wird links gefahren, wie in Grossbritannien und in Nordirland auch.

Die Strassen sind teilweise recht eng. Mit dem PKW klappt es einigermassen, wenn auch die Proportionen der Autos für uns gewöhnungsbedürftig sind. Ein Wohnmobil würden wir in Irland nicht empfehlen.

Verfassung der irischen Republik, ausgestellt im Old Library

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